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 Betreff des Beitrags: Der letzte Baum
BeitragVerfasst: Mo 27. Apr 2015, 21:27 
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Biber
Biber

Registriert: Sa 1. Okt 2011, 13:26
Beiträge: 17
Zitat:
Irgendwo in den weiten der blauen Galaxie.
Auf einem leeren Planeten.
Staub. Überall nur Staub. Und mittendrin? Baute ein Verrückter einen Staudamm. Und er baut ihn immer noch. An allen Ecken der bewohnten Galaxie, in jedem fernen Sternenhaufen, im Götterpantheon selber werden Bäume gefällt, um einem Herrscher gerecht zu werden.
Ein Damm, so gewaltig, dass er von anderen Sonnensystemen und fernen Galaxien aus zu sehen ist.
Und wo einst Leben war, herrscht jetzt nur noch Staub.

Alles zerfällt um einen ehemals strahlenden Imperator, der müde auf einem alten Thron sitzt.
„James, wo treibst du dich rum? Ich will endlich etwas Neues probieren, etwas, das ich noch nicht kenne. JAMES!“
Das Echo verhallt in den weiten Sälen, den Galerien und den Schatzkammern.
Nur einer reagiert. Und das ist ein alter Weggefährte unseres allseits geliebten und gefeierten Herrschers. Der Tod nickt ihm zu wie einem alten Kameraden.
„Na, ganz alleine? Wo sind denn deine Diener, die Botschafter, die Dirnen. Du wirst doch nach all der Zeit nicht etwa jetzt aufgeben?“ – „Aufgeben… Dieses Wort habe ich schon so lange nicht gehört. Nein, aufgeben ist falsch. Ein Neuanfang, ja, das trifft es eher.“
Tod kichert leise und man hört die Zähne klappern. Früher hätte er sich nicht in die Nähe des großen Thronsaales getraut und heute? Heute sitzt er auf dem Stuhl des Beraters und lächelt sein höhnisches Grinsen. Ein Thron, der eine Zurschaustellung, ein Opfer und eine Botschaft gleichermaßen ist. Jetzt regieren die Spinnen, lenken die Mäuse die Geschicke ihrer Wege und die Fledermäuse nisten in den Augenhöhlen der unzähligen Totenköpfe.
Zwischen den Schädeln sieht man unschätzbare Edelsteine liegen, unbeachtet und verstaubt.
Die feinsten Rüstungen; alle nur noch Relikte alter Zeit, längst unbrauchbar und verfallen.
Was früher die Herrscher der anderen Imperien in Demut erschaudern hat lassen, ist jetzt nur noch ein Haufen. Ein Haufen zerfallener Knochen, verrottetem Holz, ermatteten Edelsteinen und oxidiertem Erz.

„Schau mich an“ ruft der ehemalige Herrscher und steigt hinab „Und schau dich hier um. Du siehst nur den Tod. Wo früher das Leben, ist jetzt nichts. Nur der Staub bleibt und zu Staub werden wir. Ich habe mein Vermächtnis weitergegeben, mein Wissen ist geteilt und nicht mehr von Nützen für irgendjemanden. Ich habe Reiche, riesige Zusammenschlüsse an Imperien und Götter aufsteigen und wieder fallen sehen. Ich bin ein Relikt, so wie alles hier in diesen Hallen. Meine Zeit hier ist vorüber, der letzte Baum ist genagt und alles getan. Jemand anderes ist an der Reihe, mein Nachfolger wird sich sicherlich wundern, wenn er diese Hallen sieht und sich fragen, was passiert ist. Vielleicht findet er die Antwort darauf, vielleicht aber findet er nichtmal diese Hallen. Das wird die Zukunft zeigen.“
„Dann komm mit, ich zeige dir eine neue Welt, die du noch nicht kennst. Lasse all das hier zurück. Lebe noch ein letztes Mal die Erinnerungen an diese Hallen, an das Leben. Ein letztes Mal den blutroten Wein deine Zähne färben und dein Kopf deines Feindes zwischen ihnen zerspratzen.“
Erwartungsvoll steht Tod auf und nach einer kurzen Pause tritt Biber an seine Seite. Gemeinsam schreiten sie durch das Tor hinaus in den Palasthof. Melancholisch schaut Biber auf seine ehemaligen Gärten, die Seen und Flüsse, wo jetzt nur noch Staub ist.

Nach einem Seufzer nimmt Tod seine Sense und vollbringt die Arbeit, für die er schon vor Jahren das erste Mal diesen Hof betreten hat. Eine Ära endet, für alle Beteiligten. Für alle, die jemals den Hof in seiner Prachtzeit gesehen haben. Lasst die Erinnerungen an einen belebten Schlosspark weiterleben und vielleicht werdet ihr euch manchmal an Ihn erinnern. Einen alten, störrischen Biber, dem man sagte, er könne nicht, und der allen zeigte, dass es gerade dann möglich war.



Ich möchte mich bei allen, die ich in diesem Spiel kennengelernt habe, sei es Entwickler, alter Hase oder blutjunger Spieler, bedanken. Es war mir eine schöne Zeit und ich werde sie vermissen.
Ich werde vieles vermissen, doch ist es für mich an der Zeit, weiterzuziehen.
Ihr wisst nicht, was ihr für mich getan habt, und ich habe es nur sehr wenigen Leuten gesagt.
Lasst es euch sagen: Der Tod ist nicht nur eine symbolische Figur für mich, ich kenne ihn zu gut.
Und ohne euch wäre ich ganz sicher nicht mehr hier.
Ich könnte jetzt zu fast jedem etwas schreiben, den ich in den letzten.. wieviel Jahren? 10? Seit Anfang der ersten Runde kennengelernt habe. Doch das wären zu viele und teilweise wäre es zu persönlich.
Drum lasst euch sagen: Ich wünsche euch allen, gut oder böse, Greenie, Techno, Kapi oder Fana, alles Gute im Spiel und auch im Leben.
Denkt immer daran: Das hier ist nur ein Spiel, ihr sollt Spaß daran haben und euch nicht die Zähne ausbeißen. Denn so stirbt der Spielspaß am schnellsten. Verschließt euch nicht gegen neue Ideen, sondern probiert sie einfach aus. Mehr als schiefgehen kann es nicht.

Nun, alles muss irgendwann enden, und somit verabschiede ich mich hiermit aus dem Horiversum.
Ich werde noch ab und zu ingame reinschauen, aber das wird selten sein.
Ich verneige mich
Ein stolzes Nagetier, ein treuer Partner und ein Licht im Sturm der Zweifel

lg Biber


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 Betreff des Beitrags: Re: Der letzte Baum
BeitragVerfasst: Mo 27. Apr 2015, 22:43 
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Registriert: Mi 12. Okt 2011, 02:20
Beiträge: 381
danke für nette zeiten mit dir

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Anthropologie von raubbauenden Agrikulturgesellschaften und Hortikulturen als Lösung
Praktische Aspekte, Philosophiesches, Weltanschauung
http://www.youtube.com/watch?v=H6b7zJ-hx_c


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 Betreff des Beitrags: Re: Der letzte Baum
BeitragVerfasst: Di 28. Apr 2015, 23:49 
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Greetz
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 Betreff des Beitrags: Re: Der letzte Baum
BeitragVerfasst: Mi 29. Apr 2015, 10:44 
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Registriert: Fr 7. Sep 2012, 18:37
Beiträge: 272
Man kann es weder in Worten noch in Taten festhalten lieber Biber.
Persönlich habe ich dir Ingame geschrieben.

Wo auch immer deine Seele weitermacht. Bleibt wie du bist und hab Spaß.

Telly/Diggtator/Smu´s Alptraum

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Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.


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 Betreff des Beitrags: Re: Der letzte Baum
BeitragVerfasst: Mi 29. Apr 2015, 16:34 
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Tesserarius
Tesserarius

Registriert: Fr 9. Dez 2011, 18:03
Beiträge: 186
Zitat:
Dan Tonk sitzt auf seinen Thron, tief in Gedanken über die neuen Taktiken um die Technokraten zu schlagen, als das Holocron anfängt zu Piepsen.
"Herr, es gibt Neuigkeiten!" Mit Begrüßungen oder Smalltalk hat sich der Chef des Nachrichtendienstes noch nie aufgehalten, viel zu ineffizient.
"Was ist denn los? Ist der Schwarm mal wieder auf dem Vormarsch?"
"Nein. Eben hat eine Routineaufklärungsdrohne einen erschreckenden Bericht übermittelt. Vom Planeten Koxos VIII"
Mit einem Ruck steht Dan Tonk, nun hatte er die volle Aufmerksamkeit.
"Was gibt es neues vom Staudammbauer?"
"Alles ist in Trümmern. Der ehemals prächte Staudamm ausgetrocknet und gebrochen, der große Wald ist nun eine Wüste. Wir konnten keine Überlebenden registriert."
Man sah, wie das Gesicht vom Imperator bleich wurde. So etwas hatte der Geheimdienstchef noch nie bei ihm gesehen, aber er wusste: Wenn er das irgendwem erzählen sollte, würde er den Tod auf eine sehr unbequeme Art und weise begegnen. Der aus dem Bericht folgende Beschluss war schnell getroffen.
"Schickt die große Flotte los, ich will in 24 Stunden einen genauen Bericht haben, was da passiert ist. Solltet ihr Überlebende finden: Gebt ihnen alles, was sie brauchen!"
"Aber Herr, dann sind wir ja schutzlos! Was, wenn unsere Feinde genau in diesem Moment angreifen?"
"Das Risiko gehen wir ein. Und Sie begleiten die Flotte perönlich!" - "Zu Befehl!"
Das Bild verschwand. 2 Minuten später sah man ein helles Leuchten am Himmel - die Zündung der Triebwerke der Flotte.



Für mich geht damit eine Ära zu Ende. Biber war vieles für mich: Kommandant, Lehrmeister, Beschützer in der Anfangsphase des Spiels, Supporter, Motivator, Einführer ins IRC und ich weiß nicht, was noch alles. Beim schreiben mit ihm, hab ich mir das erste mal fast die Finger wund getippt. Mitschriften davon hab ich immer noch.
Du bist Schuld daran: das ich dort bin, wo ich bin. Um so mehr ist es Schade, das du nun gehst. Ich wünsche dir - obwohl, ich glaube, das sprengt den Rahmen, wenn ich dir alles wünsche, was ich dir für gute Dinge wünsche. Da bleibt nur zu sagen, dass ich dich vermissen werde, auch wenn wir in dem letzten Jahr weniger Kontakt hatten.

lg

Dan Tonk


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